Zecken und andere Insekten

So schön der Sommer auch sein mag, so manch einer wird von lästigen Stichen oder Bissen geplagt. Am meisten Angst und Unsicherheit verbreiten Zecken, die bekanntlich gefährliche bakterielle und virale Infektionskrankheiten übertragen können.

Zunächst einmal:  nicht jede Zecke ist infektiös! Am einfachsten entfernt man diesen Parasiten mit Hilfe einer Zeckenzange (Apotheke); anschließend betupft man die Wunde mit etwas verdünnter Calendula Essenz (z.B. von Wala), um sie wie jede Wunde zu desinfizieren.

Man unterscheidet hauptsächlich die Zecken-Enzephalitis (FSME), also eine durch Zecken übertragene Gehirnhautentzündung, und die Zecken-Borreliose (Lyme-Borreliose).

Die Zecken-Enzephalitis verläuft bei „Kindern und Jugendlichen meist leichter als bei Erwachsenen….insbesondere bei Patienten ab 60 Jahren, kommt es zu schweren Verlaufsformen mit paralytischen Zuständen…“ Man unterscheidet zwei Krankheitsphasen. Die erste ist vor allem durch Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und katharralische Erscheinungen der oberen Luftwege gekennzeichnet ist. Ein Drittel der infizierten Personen bildet Symptome der zweiten Phase aus: meningeale Symptome und evt. Lähmungserscheinungen. Eine sichere Diagnose lässt sich nur über Blut- und Liquor Werte im Labor feststellen. Die Schulmedizin propagiert für diese Erkrankung prophylaktisch die FSME-Impfung.

Bei der Zecken-Borreliose „entwickelt sich als dermatologische Manifestation von der Zeckenstichstelle ausgehend meist ein ringförmiges Erythema chronicum migrans (ECM), welches im Verlauf von Wochen bis Monaten spontan abheilt.“ Diesen roten Hof um einen Zeckenbiss (erheblich größer als jeder Mückenstich!) haben Sie sicherlich schon einmal gesehen, er ist Zeichen einer Infektion. Da die Schulmedizin für diese Erkrankung keine Impfung zur Verfügung hat, werden in diesem Stadium Antibiotika eingesetzt, um einem weiteren, meist schleichenden Krankheitsverlauf vorzubeugen. Dieser kann ähnlich wie oben in zwei Phasen verlaufen, wobei auch hier die zweite Phase nicht eintreten muss. Zunächst tritt ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, aber kein Fieber auf. Später können .sich neurologische Ausfallerscheinungen, Herzrhythmus-Störungen, Polyarthritis und andere Erkrankungen entwickeln.

Die Klassische Homöopathie hält für diese Fälle die sogenannte Zecken-Nosode bereit, die ich aber in meiner langjährigen Praxis noch nie einsetzen musste. Bedenken Sie bitte, dass ein homöopathisch behandelter Organismus ein gut funktionierendes Immunsystem hat, und keine schwer-wiegenden Symptome nach Zeckenbiss entwickeln wird!  Sollten Sie jedoch Angst vor Zecken bzw. einer Zeckenerkrankung haben, so sprechen Sie mich bitte an. Angst schwächt nicht nur Ihr Immunsystem, sondern ist homöopathisch gesehen ein sehr wichtiges Symptom.

Für Bienenstiche noch ein Tipp: die die Stiche scheinen inzwischen teilweise bes. toxisch zu sein. Geht die Schwellung trotz Verabreichung von 3 Gaben Apis C 30 (Hausapotheke) im Wasserglas nicht zurück, probieren Sie Natrium muriaticum.

Falls Sie unter vermehrten Mückenstichen oder Milben-Befall (Krätze) leiden, so ist eine konstituionelle Behandlung ratsam.. Hier können Sie sich  ansonsten selbst mit ätherischen Ölen (oder z.B. „Mückenschutz Zedan“, Naturkosthandel) helfen.

Informieren Sie mich in jedem Fall, falls Sie von Insekten geplagt sind, dies ist für eine laufende chronische Behandlung wichtig.

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