Erkrankungen auf der Reise

Nun beginnt wieder die alljährliche Reisezeit, die Sie ausgestattet mit Ihrer Hausapotheke ohne Probleme genießen sollten! Falls doch einmal das ein oder andere Wehwehchen auftritt, habe ich Ihnen hier einige Tipps zusammengestellt.

Durchfälle

Magenbeschwerden , Übelkeit und Durchfälle sind oft die Folge von eisgekühlten Fruchtsäften, Speiseeis oder von rohen/halb gegarten Speisen.

Bei akuter Lebensmittelvergiftung hat sich Arsenicum album aus der Hausapotheke bewährt.

Bei Brechdurchfall probieren Sie zuerst Veratrum album.

Da der Körper bei Diarrhöe lebenswichtige Flüssigkeiten und Mineralien verliert, sollten diese möglichst rasch ersetzt werden. Besondere Vorsicht ist bei Kindern und Senioren geboten, denn diese trocknen schneller aus. Dies können Sie selbst feststellen:

Zwischen drei Fingern wird die Haut des Unterarms etwas zusammengedrückt und abgehoben. Bleibt faltige Haut zurück- wie beim alten Menschen – besteht  ein lebensbedrohlicher Flüssigkeitsverlust. Sofortige ärztliche Hilfe ist notwendig!

Verstopfung

Drei Tage kein Stuhlgang ist kein Problem, haben Sie jedoch Beschwerden oder Unwohlsein helfen oft schon ein paar EL Olivenöl, ansonsten natürlich Bewegung, eine Bauchmassage im Uhrzeigersinn, oder ein Quellmittel aus indischen Flohsamenschalen. Haben Sie jedes Mal auf Reisen Verstopfung, so ist dies ein konstitutionelles Problem, das Sie mit Ihrem Homöopathen besprechen sollten.

Wunden/Verletzungen

Jede Wunde oder Hautabschürfung sollte gerade im Urlaub sauber versorgt werden, um eine Infektion zu verhindern. Dazu gehört das Auswaschen mit einer Calendula-Tinktur (Wala) in der Verdünnung 1: 5 (sonst brennt es zu sehr!). Dies stillt nicht nur kleinere Blutungen, sondern sorgt auch für eine gewisse Sterilisation der Wunde.

Prellungen und stumpfe traumatische Verletzungen werden häufig mit Umschlägen  aus Arnika-Tinktur schnell abschwellen.

Sonnenbrand

Gewöhnen Sie sich langsam an die Sonne und verwenden Sie ein Sonnenschutzmittel  aus natürlichen Pflanzenölen mit mineralischen Pigmenten (sonst evt. Gefahr einer Allergie). Kommt es dennoch zum Sonnenbrand, evt. sogar zur Blasenbildung, reiben Sie die Haut mit

Essigwasser ab. Homöopathisch hat sich hier Cantharis aus der Hausapotheke bewährt.

Achten sie bei kleinen Kindern unbedingt auf eine Kopfbedeckung!

Hitzschlag

Langandauernde Sonneneinstrahlung kann zur Hitzeerschöpfung führen. Erste Anzeichen sind fahle, graue und schweißbedeckte Haut. Es besteht Schockgefahr.

Den Kranken in den Schatten bringen und bequem lagern. Beide Beine etwas erhöht lagern, um den Rückfluss des Blutes zu gewährleisten. Jede weitere Anstrengung vermeiden und möglichst im Schatten bleiben. Homöopathisch kann evt. vorbeugend Natrium muriaticum oder Natrium sulfuricum eingenommen werden.

Tritt keine Besserung ein, bzw. Bewusstlosigkeit auf,  einen Arzt aufsuchen!

Vorsicht: Diuretika und Kreislaufmedikamente können diesen Zustand begünstigen.

Insektenstiche

Sollten Sie dazu neigen, häufig von Mücken gestochen zu werden, bewährt sich ein Hautöl mit einigen Tropfen Staphisagria (Urtinktur).Auch das natürliche Insektenschutzmittel „Zedan“ bietet einen einigermaßen guten Schutz.

Starke Schwellungen von Bienen-/Wespenstichen reagieren meist gut auf Apis.

Bei Stichen im Rachenraum sollten Sie jedoch umgehend einen Arzt aufsuchen, Erstickungsgefahr!

Nun wünsche ich Ihnen erholsame und sonnige Ferien!

Mich selbst erreichen Sie im Juli zur gewohnten Sprechzeit tgl. von 9.00 bis 10.00 Uhr.

 

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