Der Heilungsverlauf

in einer homöopathischen Behandlung

Wie Sie sicherlich alle schon wissen, kann eine homöopathische Behandlung einen Prozess zur Heilung in Gang bringen, aber nicht nach der Methode: man nehme ein paar Globuli und alle Beschwerden sind vorüber. Auch Homöopathie vollbringt keine Wunder, aber sie ist dennoch eine sehr effektive und erfolgreiche Methode langfristig zur Hebung der Gesundheit beizutragen.

Mess- und erfahrbare Verlaufsparameter für den Patienten sind in erster Linie das Allgemeinbefinden und die Energie.

„Es geht mir gut“, ist natürlich nur ein relativ einfacher Satz, der jedoch schon anzeigt, dass sich irgendetwas zum Besseren gewendet hat. Vielleicht ist die Hauptbeschwerde des Patienten noch vorhanden, aber er spürt sie nicht mehr so intensiv, oder sie tritt seltener auf.

Wichtig zu wissen ist, dass ein Heilungsverlauf keine steil ansteigende Linie nach oben einnimmt, sondern in der Regel eine wellenförmig ansteigende Linie darstellt. Dies bedeutet, dass mit Rückfällen zu rechnen ist, und zwar solange bis eine komplette Umstimmung des Organismus stattgefunden hat.

Zu diesem Weg gehört es natürlich auch, sich über gewisse Heilungshindernisse bewusst zu sein:

Über Kaffeegenuss oder ätherische Öle werden sie schon zu Beginn der Behandlung mit einem Faltblatt aufgeklärt. Sehr viel wesentlicher als Homöopathie-unverträgliche Stoffe sind jedoch die psychischen Auswirkungen besonderer Ereignisse, seien es Unfälle, Todesfälle, oder auch lang anhaltende Sorgen, eine unglückliche Ehe oder die kraftraubende Pflege eines Angehörigen. In all diesen Fällen wird ein zusätzliches Maß an (Lebens-) Energie benötigt, so dass das homöopathische Heilmittel eher aufgebraucht wird, bzw. sogar ein akutes Mittel nötig sein kann.

Auf andere störende Maßnahmen wie zahllose Impfungen, Modeoperationen (wie z.B. Unterdrückung von Hautmalen aller Art, Krampfadern, Polypen, Entfernung der Weisheitszähne etc), physikalische Maßnahmen (Chiropraktik, Bioresonanz) möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen. Auch die ständige Einnahme von Medikamenten, seien dies nun blutdrucksenkende Mittel, Schilddrüsen- oder Eisenpräparate können die Heilung verzögern. In diesen Fällen ist es fast unumgänglich, mit häufigeren  Gaben von LM Potenzen zu arbeiten, um einen kontinuierlichen Heilungsreiz zu setzen.

Besonders schwer machen wir es jedoch uns selbst: unsere heutige Gesellschaft des Konsums und der Wegwerfmentalität verlangt ein uneingeschränktes Funktionieren des Menschen.

Aber wir sind lebendige Organismen, die nicht nach vorgegebenen Mustern geheilt werden können. Die individuellen Höhen und Tiefen des Heilungsverlaufes gehören nun einmal dazu. Seien wir auch für langsame, aber stetige Heilungsverläufe chronischer Erkrankungen dankbar in unserer schnelllebigen Zeit und üben wir uns in Geduld.

Zunehmende Gesundung ist spürbar und sollte nicht durch leichtfertige Ausreden aufs Spiel gesetzt werden: „ich hatte keine Zeit, kein Geld, mich um eine Fortführung der Behandlung zu kümmern.“

Nicht selten steht sich der Mensch durch solche Ausreden für eine erfolgreiche Behandlung selbst im Weg. Wann immer man aber an der homöopathischen Behandlung „dran“ bleibt, wird man schließlich mit mehr Gesundheit und Wohlgefühl belohnt.

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