Akute und chronische Erkrankungen

Eine akute Erkrankung zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass ihr Verlauf deutlich begrenzt ist. Sie beginnt entweder plötzlich (innerhalb weniger Stunden) oder entwickelt sich allmählich (innerhalb von 2-3 Tagen). Dann folgt ein Höhepunkt bzw. eine Krise, die zur Genesung führt. Das bedeutet, der Organismus kann die akute Erkrankung oftmals selbst ausheilen, wenn seine Lebenskraft stark genug ist.

Diesen Prozess kann man bei Kindern häufig beobachten. Sie bekommen leicht Fieber und erkranken oftmals plötzlich und heftig. In diesem Fall kann ich mit einem homöopathischen Mittel den (Selbst-)Heilungsprozess beschleunigen und unterstützen.

Chronische Erkrankungen hingegen haben keine Selbstheilungstendenz. Sie werden grundsätzlich im Lauf der Zeit immer schlimmer, d.h. die Gesundheit nimmt mehr und mehr ab, wenn die Lebenskraft des Organismus nicht gestärkt wird.

Jede immer wieder auftretende Erkrankung, seien es migräneartige Kopfschmerzen, latente Nasennebenhöhlenentzündungen oder häufige Blasenbeschwerden, müssen als  chronische Leiden behandelt werden. Dies bedeutet, sie sind nur über das individuelle „Konstitutionsmittel“ heilbar. Im homöopathischen Sinne sind chronische Erkrankungen nicht auf die körperliche Ebene beschränkt, sondern sind auch auf der seelisch-geistigen Ebene zu finden.

Wenn jemand ständig morgens schlechte Laune hat, also ein Morgenmuffel ist, oder sich nicht konzentrieren kann, so sind dies auch Beispiele für chronische Symptome, die behandlungsbedürftig sind.

Wie unterscheidet sich nun die Behandlungsweise im akuten Fall von der im chronischen Fall?

Viele wissen nicht, dass homöopathische Mittel im akuten Krankheitsfall äußerst präzise und sehr schnell wirken. Akute Ohrenschmerzen lassen z.B. mit dem richtigen Mittel innerhalb einer Stunde deutlich nach, der akute Brechdurchfall verschwindet innerhalb eines Tages.

Bei chronischen Beschwerden sollte die Hauptbeschwerde langsam immer weniger beeinträchtigend wirken, so dass z.B. die Migräneanfälle weniger häufig und weniger stark auftreten. Da es sich im chronischen Fall um einen längeren Krankheitsprozess handelt, dauert hier die Heilung auch entsprechend länger. Doch je besser jemand chronisch behandelt ist, desto weniger wird er akut krank, da sein gesamtes Immunsystem gestärkt wird.

Ob die Beschwerden, die den Patienten zur Behandlung führen, akut oder chronisch einzuschätzen sind, kann letztlich erst nach einer ausführlichen Anamnese entschieden werden. In jedem Fall geht es in der homöopathischen Behandlung  immer darum, den ganzen Menschen zu erfassen mit all seinen Zeichen und Symptomen – und nicht „nur“ darum,  eine lokale Beschwerde zu behandeln.

Von Selbstbehandlung im akuten Krankheitsfall, nach dem Motto „schaden kann es ja nicht“, ist – außer bei Unfällen und Notfällen, dringend abzuraten. Denn oftmals werden durch falsche Behandlung die eigentlichen Symptome verschleiert. Manchmal wandelt sich sogar eine akute Erkrankung, z.B. durch wiederholte Antibiotika-Gaben zu einem chronischen Geschehen. Verhindern Sie dies mit den Möglichkeiten, die die klassische Homöopathie Ihnen bietet!

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